Ich wohne erst seit einem Jahr im Umland von Freiburg im Breisgau, konnte aber feststellen, dass es hier in der Region gegenüber meiner alten Heimat dem Bodensee durchaus Unterschiede gibt. Ein für mich sehr interessanter, einst unbekannter Veranstaltungsaspekt: die Verschenktage, in den verschiedenen kleinen und großen Gemeinden.
Verschenk-Tag. Als ich das erstmalig mitbekommen habe war ich schon etwas überrascht. Da rufen einzelne Gemeinden zum Verschenken auf. Alles, was du nicht mehr brauchst oder willst stellst du vom morgen bis späten Nachmittag an den Straßenrand. Ob Gegenstände, Bücher oder manchmal auch Lebensmittel und vieles mehr. Kollektiv, wenn eben ein ganzer Ort mitmachen kann. Oder auch einfach nur als Einzelner hin und wieder. Spannend und herrlich nachhaltig in einer Welt, die schnelllebig und unter dem Motto „Ex und Hopp“ alles sehr schnell in den Müll wirft.
Inzwischen liebe ich diese Besonderheit in der Region Freiburg, Emmendingen oder dem Kaiserstuhl. Durch die Straßen gehen, stöbern und mit den Menschen, die verschenken ins Gespräch kommen. Mittlerweile stelle ich ab und auch etwas nach draußen, so dass sich jeder mitnehmen kann was er für schön befindet oder gebrauchen kann. Und es macht gleichermaßen Spaß wie auch das innerliche emotionale Ausbreiten von dem guten Gefühl nachhaltig sein zu können.
Kennst du die Verschenk-Tage? Gibt es das in deinem Ort? Welche Erfahrungen hast du mit dieser nachhaltigen, schönen Idee gemacht? Kommentiere einfach mal deine Erlebnisse und Gedanken zu diesem Thema 🙂
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